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Kinross House

Die Gärten von Kinross – dieses blühende Paradies fallen sanft zum Ufer des Loch Leven, von wo aus man einen weiten Blick über das Wasser auf Castle Island hat. In dem Schloss, welches nur noch eine Ruine ist , wurde einst  Mary Queen of Scots  1567 gefangen gehalten.

Loch Leven – mit dem Wort Loch bezeichnen die Schotten einen See  - also der Leven-See  - ist heute eines der wichtigsten Naturschutzgebiete in Schottland und ist berühmt für seine reiche Vogelwelt .

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meinte Daniel Defoe, gefeierter Autor von Robinson Crusoe  im Jahre 1722.

So sehr  war er beeindruckt von diesem Herren Haus , dass er es  "das edle Schloss" nannte.
Hausherr, Architekt und Gartendesigner war in einer Person Sir Williams Bruce.

Er hatte für sich und seine Familie das 177 Hektar große Areal erworben und Haus und Garten errichtet.

Das Besondere an seiner Planung ist und war  die sensationelle Zentrale Sichtachse. Sie beginnt mit der Allee, die die Stadt  mit dem Haus verbindet. Die Achse setzt sich – im wahrsten Sinne des Wortes - durch die Eingangstüre  durch das Haus  auf die andere Hausseite fort, geht über die kleine Freitreppe – über das Wasserbassin und den Grasweg weiter, bis diese Achse jenseits der Gartenmauer, an den Ufern des Loch Leven, in den  Ruinen von Loch Leven Castle  als wunderbaren Blickfang endet.

Kurzum:  Es ist  einfach Sensationell!.
Von Anbeginn plante Sir Bruce Haus und Garten zusammen, und als 1675 die Arbeiten begannen, wurde zuerst das Terrain für den Garten geebnet. Gut  Erhaltene Zeichnungen zeigen die Gartenanlage, wie man sie im wesentlichen noch heute sieht.



Die Sichtachsen sind in diesen formalen Garten das Wichtigste.  Der Hauptteil der Gärten liegt zwischen dem Haus und Loch Leven.
Der gesamte Garten ist ummauert. Die Mauern selbst  mit Säulen und Vasen geschmückt.  So plante er Terrassen mit den Sichtachsen,  den auf der obersten Terrasse platzierte Rosengarten, der durch die hohe Mauer geschützt wird – die prächtigen Staudenbeete, formalgeschnittene Eibenhecken,Wasserbasin, und die genaue Platzierung von Bäumen und Sträuchern und dem herrlichen „Fisch-Tor“

Spätens jetzt weiß man:   Sir Williams Bruce – der Erbauer von Kinross - hat in den 60er Jahren des 17. Jahrhunderts Frankreich besucht!  Denn dieser Garten steht den damals neuen französischen Gartengestaltungen näher als irgendein anderer in England zu jener Zeit. Der Beweis ist das Fish-Gate!
Denn das Orginal finden wir in den Luxemburgischen Gärten in Paris!

Nach ein paar Jahrzehnten "Dornröschen Schlaf" – das Schloss und der Garten waren verwaist - beschloss im Jahr 1902 Sir Basil Montgomery, wieder in dem  Haus zu leben und ließ die Gärten wieder nach den Orginalplänen  wiederherstellen.
Heute noch ist das Herrenhaus Kinross im Besitz der Familie  Montgomery, der vor Jahren einen Teil des Gartens in seinen privaten Golfsplatz umgewandelt hat. Nun, Mister Montogomery sieht sich gerade nach einen Käufer um, der rund 5 Mio Pfund für dieses traumhaften Anwesen auf den Tisch legen muss.
Noch nicht bezahlt sind damit die Gärtner: Um im Rennen um die Top 5 der schönsten schottischen Gärten nicht abzusinken wird nämlich ein  Team von drei Vollzeit-Gärtnern  beschäftigt.

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