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Schnittlauch

Jedes Kind kennt  Schnittlauch – das schmackige  Kraut aus unserem Garten  ist aber schon bei den alten Römern zum Einsatz gekommen.  Der römische  Kaiser Nero vertraute auf die wundersame Wirkung der ungefähr 30 cm hohlen,  grünen Röhrchen.  Denn seine Leibärzte verrieten ihm , dass Schnittlauch die Stimme  verschönert, worauf er jeden Tag ein Schälchen Schnittlauch mit Olivenöl verspeiste .  Der Schnittlauch ist außerdem nicht nur ein Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit, sondern er fördert auch die Blutbildung und senkt erhöhten Blutdruck oder  Cholesterinspiegel. Beim Schnittlauch handelt es sich eine mehrjährige und auch frostharte Pflanze, das  heißt der Kultivierung im Gartenbeet steht nicht entgegen. Seine Blätter sind hohl, etwa 25 cm lang und zum Verzehr geeignet.  Auch die meist violetten Blüten können verwendet werden, zum Beispiel als Speisedekoration, aber auch als lange haltbare Schnittblumen.

Er ist optimal für die eigene Kultivierung, denn er hat keine besonderen klimatischen Ansprüche. Aber für einen bestmöglichen Wuchs der Pflanze ist es bedeutend, dass sie regelmäßig gedüngt wird. Auch die Bewässerung sollte man nicht vernachlässigen, da vor allem die Jungpflanzen einen sehr hohen Wasserbedarf haben.

Für Sie ist auch wichtig zu wissen, dass Schnittlauch den Sie im Topf kultivieren wollen zwischen Februar und April ausgesät werden sollte. Der Schnittlauch im Freiland hingegen sollte erst zwischen April und August in die Beete gebracht werden. Achten Sie darauf, dass Schnittlauch eine horstbildende Pflanze ist, das bedeutet dass viele Triebe der Pflanze eng zusammen stehen. Dementsprechend sollte er dann auch gesät werden.

Geerntet werden kann bei fachgerechter Pflege schon vier Wochen nach der Aussaat. Nach der Blütezeit ab Juli  sollten sie die Pflanze stark zurückschneiden, denn sonst bildet der Schnittlauch einen Samenansatz. Außerdem fördert der Rückschnitt neues Blattwachstum. Beachten Sie aber bitte, dass dem Bündel nicht mehr als 2/3 der Halme entfernt werden sollten. Ansonsten besteht die Gefahr des Absterbens.

Um dem Gewächs wieder neue Frische zu verleihen, können Sie es außerdem alle zwei Jahre im Herbst teilen. So kann der Schnittlauch auch mehrere Bereiche ihres Beetes besiedeln.

Schnittlauch eignet sich hervorragend für die Randbepflanzung von Gartenstücken, denn durch seinen scharfen Geruch verscheucht er viele Schadinsekten, wie zum Beispiel die Möhrenfliege.

Interessant zu wissen ist auch, dass er sich nicht für die Kultivierung neben Bohnen, Erbsen, Kohl, Koriander und Roten Beeten eignet.

Übrigens: Haben Sie die Samen im Garten verteilt und möchten aber auch im Winter etwas von Ihrem Schnittlauch haben? Kein Problem, stechen Sie nach dem ersten Frost je nach Bedarf Horste aus dem Boden aus und setzen Sie sie in einen Topf. Auf der Fensterbank gepflegt werden sie bald wieder anfangen auszutreiben und Sie können sich auch im Winter daran erfreuen.

Den Schnittlauch können Sie nun vielseitig verwenden, er kann einfach roh gegessen, natürlich aber auch Speisen beigemengt werden. Besonders gut passt er in Salaten, Saucen, Quark – oder Joghurtspeisen, Suppen oder auch zu Kartoffeln beziehungsweise Fleisch. Man kann ihn natürlich aber auch ganz klassisch als Butterbrotbelag genießen.

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