
Hortensien blühen immer wieder schön und üppig. Gärtner und Hobbygärtner freuen sich über eine besonders prachtvolle Blüte, wie diese weißen Blütenkugeln. Doch immer wieder wird gefragt: Dürfen Hortensien zurückgeschnitten werden. Nun ist Antwort ist ein klares Ja und ein klares Nein. Denn ob und wie Hortensien beschnitten werden dürfen, hängt von der jeweiligen Pflanze ab. Doch bevor wir zum Rückschnitt kommen: Für alle Hortensien gilt: Die verblühte Blüte darf direkt unterhalb des Blütenstandes abgeschnitten werden – aber nicht tiefer!
Entscheidend für einen Rückschnitt ist somit, ob die Wassersäuferin, wie die botanische Bezeichnung Hydrangea übersetzt heißt, also ob sie am alten, somit am vorjährigen Holz oder am diesjährigen Holz blüht.
Alle Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla)blühen am vorjährigen Holz. Das heißt, die Blüte ist bereits seit diesem Sommer in den Triebknospen angelegt, die jetzt im Herbst sichtbar werden.
Somit werden bei ihnen nach der Blüte nur die alten Blütenstände bis kurz über dem Neuaustrieb abgeschnitten. Wird tiefer ins alte Holz geschnitten, fällt der Blütenflor im kommenden Jahr mager aus. Aber hin und wieder lässt sich ein kräftiger Rückschnitt nicht umgehen, wenn überalterte Pflanzen sich wieder neu aufbauen sollen. Dann heißt es, auf den üppigen Flor im übernächsten Jahr zu hoffen.
Ballhortensien (Hydrangea arborescens) Sie blühen am einjährigen Holz, so wie auch Rispen-Hortensien (Hydrangea paniculata). Ballhortensien werden im Herbst zurückgeschnitten!
Sie alle entwickeln ihre Blüten erst nach dem Neuaustrieb. Sie können daher jetzt kräftig zurückgeschnitten werden. Bei den Ballhortensien mit ihren schweren Blütenköpfen sollte das sogar jedes Jahr geschehen. Nur dann wachsen kräftige Triebe, die die Riesen-Blütenbälle beispielsweise der Sorte „Annabelle“ tragen können. Die Rispen-Hortensien lassen sich ebenfalls durch regelmäßigen Rückschnitt kompakt halten. Wer Platz hat, kann sie aber auch zum zwei bis drei Meter hohen Strauch heranwachsen lassen.