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Blumenzwiebeln – mit Farbe durch den Sommer

Der Frühling ist eine geradezu magische Zeit. Nach Kälte und Unwirtlichkeit des Winters ist die Natur jetzt kaum zu bändigen, Blätter und Blüten drängen ans Licht und Gärten verwandeln sich von Tag zu Tag. Kaum scheint die Sonne, lockt die frisch erwachte Pflanzenwelt immer öfter ins Freie. Garten- und Balkonbesitzern kribbelt es wieder in den Fingern, denn draußen gibt es einiges zu tun: Hier kann etwas zurückgeschnitten werden, dort ist eine Lücke, die für neue Pflanzen Platz bietet. Die Lust auf Veränderung und die Freude daran, nach langen, kalten und schneereichen Monaten wieder draußen zu sein, zieht auch mit fast magnetischer Kraft in Gärtnereien und Gartencenter. Jetzt ist Pflanzzeit für Blumenzwiebeln, Stauden und Gehölze. Die Auswahl ist groß und selbst wenn der Garten winzig ist oder nur ein Balkon zur Verfügung steht, lassen sich Pflanzen finden, die wenig Grundfläche benötigen oder in Töpfen oder Kästen Balkon und Terrasse herausputzen.

Überraschende Blumenzwiebeln

Die farblich unscheinbaren Blumenzwiebeln, aber auch Knollen und Rhizome, die alle unter dem Oberbegriff Blumenzwiebeln im Handel sind, sind kleine Wunder, die es in sich haben: Sie lassen nicht erahnen, was für prachtvolle Pflanzen sich aus ihnen entwickeln und welcher Farben- und Formenreichtum in ihnen steckt. Blumenzwiebeln sind raffinierte Überdauerungsorgane: Mit ihnen können die Pflanzen geschützt im Boden überleben, wenn die Lebensbedingungen für sie ungünstig sind. Sobald es wieder wärmer wird, entwickeln sie sich dann sehr schnell. Anders als Tulpen und Narzissen stammen allerdings viele der im Sommer blühenden Zwiebeln und Knollen ursprünglich aus wärmeren Regionen mit milderen Wintern. Sie würden den Winter bei uns ohne Schutz im Freien nicht überstehen. Wenn sie aber im Haus vor Frost geschützt überwintern können, blühen sie im nächsten Jahr wieder.

Vielfalt für einen bunten Sommer

Die meisten der im Sommer blühenden Zwiebeln und Knollen kommen im Frühjahr bis Ende Mai in die Erde, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Jetzt gepflanzt, bringen Gladiolen, Lilien, Montbretien und viele andere nur wenige Monate später üppige Farbenpracht, große Formenvielfalt und - wie die Ananasblumen, die Calla oder das Indische Blumenrohr - oft auch exotisches Flair in den Garten oder auf den Balkon. Dahlien, Begonien und andere Sommerblüher, die besonders frostempfindlich sind, werden am besten erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Freie gepflanzt. Man kann sie auch jetzt schon in Töpfe pflanzen und vor Frost geschützt aufstellen. So haben sie einen Entwicklungsvorsprung gegenüber später gepflanzten Blumenzwiebeln und Knollen. Die Töpfe können in der zweiten Maihälfte nach draußen gestellt werden. Manche Sommerblüher wie Dahlien und Begonien bringen bis zum Frostbeginn Farbe in den Garten: Wenn Verblühtes entfernt wird, bilden sie bis in den Herbst hinein neue Blüten.

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