Um eines gleich festzustellen: Verwilderung im Garten bedeutet nicht Wildwuchs oder gar dass der Garten sich selbst überlassen bleibt! Vielmehr ist es der Weg hin zum naturnahen Garten. Verwilderung wird somit gleichgesetzt mit dem Begriff Naturalisierung, also dem harmonischen Zusammenspiel von Blumen, Sträucher und Bäumen. IMG_2421 Schneeglöckchen

Durch das Verwildern bekommen gerade Blumen die Möglichkeit, sich auszubreiten und zu vermehren. Besonders gut geeignet dafür sind die Zwiebelblumen. Egal ob Schneeglöckchen, Krokus, Märzenbecher oder Blaustern – die zwiebligen Frühlingsboten sorgen für Farbe und Natürlichkeit. Viele Zwiebelblüher entfalten erst nach ein paar Jahren ihre ganze Schönheit und bilden im Laufe der Zeit einen Blühteppich – ohne das Zutun des Gärtners! Blumenzwiebeln, die sich ausbreiten und vermehren sollen, benötigen die richtige Pflege nach der Blüte. Diese steht unter dem Motto: Bitte nicht stören! Die Zwiebeln müssen zunächst ganz in Ruhe gelassen werden. Weder mit Hacke, Rechen oder Mäher sollte den Zwiebeln auf die „Pelle“ gerückt werden. Die nach der Blüte ausgelaugten Zwiebelgewächse müssen die Zeit haben, Saft und Kraft aus den Blättern herauszuziehen und in den Zwiebeln wieder einzulagern. Für uns Hobbygartler heißt das: Sich getrost zurücklehnen, nichts tun und der Dinge harren, die da ihre Blüten treiben.

 

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